Unimarkt zieht sich zurück – Spar stärkt regionale Präsenz in mehreren Bundesländern
Wien — Nach dem wirtschaftlichen Aus für die österreichische Nahversorger-Kette Unimarkt übernimmt der Handelsriese Spar nun 23 der insgesamt rund 90 Standorte. Damit will Spar nicht nur die Nahversorgung in den betroffenen Regionen sichern, sondern auch hunderten Beschäftigten eine berufliche Zukunft bieten.
Wie das Unternehmen am Donnerstag bekanntgab, betrifft die Übernahme elf Filialen in der Steiermark, fünf in Oberösterreich, vier in Niederösterreich, zwei in Salzburg und eine im Burgenland. Über den Kaufpreis wurde laut Unternehmensangaben Stillschweigen vereinbart.
Sicherung von Arbeitsplätzen im Fokus
Laut der offiziellen Mitteilung von Spar Österreich sollen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der übernommenen Unimarkt-Standorte weiterbeschäftigt werden. Das Unternehmen plane, die Filialen schrittweise zu Spar-Märkten umzubauen, wobei viele von ihnen künftig von selbstständigen Spar-Kaufleuten betrieben werden sollen.
„Mit dieser Übernahme setzen wir ein starkes Zeichen für regionale Nahversorgung und Arbeitsplatzsicherung in ländlichen Gebieten“, erklärte ein Unternehmenssprecher.
Auch bestehende Unimarkt-Franchisenehmer sollen die Möglichkeit erhalten, in das Spar-Netzwerk integriert zu werden. Damit soll der Übergang für lokale Betreiberinnen und Betreiber möglichst reibungslos verlaufen.
Unimarkt bestätigt Einigung – Übernahme noch unter Vorbehalt
Von Seiten der Unimarkt Gruppe wurde die Vereinbarung bestätigt. In einer Stellungnahme hieß es jedoch, dass der Vertrag noch unter Vorbehalt der Prüfung und Genehmigung durch die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) stehe.
„Für Kundinnen und Kunden bleiben die Türen geöffnet. Die Übergaben sind im Laufe der ersten Monate 2026 geplant“, so Unimarkt weiter.
Gleichzeitig wurde betont, dass weitere Standorte der ehemaligen Unimarkt-Kette derzeit Gegenstand von Verhandlungen mit anderen Handelsunternehmen seien.
Hintergrund: Unimarkt kämpfte mit strukturellem Druck im Lebensmittelhandel
Die Insolvenz beziehungsweise der Rückzug von Unimarkt markiert das Ende einer jahrzehntelangen Geschichte im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel. Die Kette, die ursprünglich stark auf Franchise-Modelle und lokale Nahversorgung setzte, geriet in den letzten Jahren zunehmend unter Druck durch Preiswettbewerb und strukturelle Veränderungen im Konsumverhalten.
Größere Handelsketten wie Spar, Hofer, Billa und Lidl dominierten zunehmend den Markt, wodurch kleinere Nahversorger an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Branchenanalysten sehen in Spars jüngstem Schritt daher nicht nur eine Übernahme, sondern auch eine konsolidierende Bewegung innerhalb der Branche.
Spar stärkt Marktposition und regionale Verantwortung
Mit der Übernahme der 23 Unimarkt-Standorte stärkt Spar Österreich seine Position als führender Nahversorger des Landes. Insbesondere in ländlichen Regionen Niederösterreichs und des Burgenlands will das Unternehmen so die Versorgungssicherheit verbessern.
Die meisten übernommenen Geschäfte sollen unter der Marke Spar oder Spar Express weitergeführt werden. Der Fokus liegt laut Unternehmensstrategie auf regionalen Produkten, nachhaltigen Lieferketten und enger Zusammenarbeit mit lokalen Produzenten.
„Unsere Stärke liegt in der Regionalität. Durch die Integration der Unimarkt-Standorte können wir unser Netz an Partnern und Kunden weiter ausbauen“, hieß es aus der Spar-Zentrale in Salzburg.
Was bedeutet das für Kundinnen und Kunden?
Für Kundinnen und Kunden soll sich kurzfristig wenig ändern. Während der Übergangsphase bleiben die Geschäfte geöffnet, um die Nahversorgung in den betroffenen Orten aufrechtzuerhalten.
In den kommenden Monaten wird Spar sukzessive mit Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen beginnen. Nach Abschluss der Integration sollen die Standorte mit dem gewohnten Spar-Sortiment und erweiterten Serviceangeboten, wie digitalen Kundenprogrammen und regionalen Wochenaktionen, ausgestattet sein.
Langfristig erwartet der Konzern durch die Übernahme eine größere Kundennähe und eine effizientere Logistikstruktur.
Ausblick: Übergaben im Jahr 2026 geplant
Die tatsächliche Übernahme der Unimarkt-Filialen durch Spar soll ab dem ersten Quartal 2026 erfolgen, sofern die Wettbewerbsbehörde zustimmt. Der Abschluss dieser Transaktion dürfte den österreichischen Lebensmittelmarkt nachhaltig prägen, da damit ein weiterer mittelständischer Anbieter verschwindet.
Trotz der Marktkonzentration betonen Branchenexperten, dass Spar durch die Integration auch regionale Vielfalt erhält, indem lokale Franchisenehmer weiterhin eigenständig agieren können.
Fazit: Spar setzt auf nachhaltige Expansion durch Integration
Die Entscheidung von Spar, 23 Unimarkt-Standorte zu übernehmen, zeigt eine klare strategische Ausrichtung auf Wachstum, Stabilität und regionale Verantwortung. Für Kundinnen und Kunden bedeutet das mehr Versorgungssicherheit, für Mitarbeitende Arbeitsplatzkontinuität – und für den österreichischen Handel einen weiteren Schritt in Richtung Marktkonsolidierung mit nachhaltigem Fokus.Für weitere Wirtschaftsnachrichten und Unternehmensanalysen besuchen Sie StartupNews.fyi.

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